| Der Wirtschaftsjournalist, Trainer und Autor Karl Pilsl führt mit Mike Düring ein Gespräch über Network Marketing und das Thema „Der Menschenspezialist“.
Eine inspirierende und begeisternde Konferenz, die auf der
Plattform von 2joy abgehakten wurde.
Teilnehmer des Gesprächs waren Karl Pilsl und Mike Düring
Dienstag, der 16.09.2008, es ist 20 Uhr 20 und wie jede Woche gibt es natürlich auch diese Woche wieder die 2joy InnovationTelefonkonferenz. Mein Name ist Mike Düring, ich bin der Geschäftsführer und Gründer von 2joy Innovation und ich begrüße heute ganz, ganz herzlich den Karl Pilsl bei uns in der Leitung. Herr Pilsl steht die Leitung?
Ja, die steht, danke Herr Düring.
Ja, wunderbar, wunderbar! Ich darf zunächst einmal den Herrn Pilsl mit ein paar Worten vorstellen:
Er ist seit über 40 Jahren Unternehmer, hat mit Sicherheit alle Höhen und Tiefen erlebt, die man überhaupt erleben kann, seit 1977 Medienunternehmer, seit 1979 auch in den USA tätig und dort seit 1987 Wirtschaftsjournalist und er hat in seinem Leben bisher mehr als 20 Bücher geschrieben aus dem Bereich Strategie, Leader-Chip, Motivation, Wirtschaftsrevolution und natürlich verschiedene zukünftige Trends.
Richtig, genauso ist es.
Ja! Sie sind seit über 25 Jahren gefragter Seminarleiter und Sie geben auch selber viele Seminare und das nicht nur in Deutschland, sondern auch rund um die Welt? Ich habe gesehen, dass Sie auch Seminare auf englisch führen und Sie haben mit Ihrer Frau eine riesige Familie von insgesamt 8 Kindern und 10 Enkelkindern.
Genauso ist es.
Meine Güte!
Ich bin ein richtiger Network-Unternehmer, ich habe mir meine eigene Downline gebaut.
Mensch, da kann man ja fast sagen - haben Sie noch andere Hobbys!
Es steht ja geschrieben, bevölkert die Erde! Das war schon immer meine Lieblingsbeschäftigung und auch meine Lieblingsbibelstelle, aber im nächsten Vers steht dann „macht euch die Erde Untertan“ und da bin ich noch nicht ganz fertig.
Ja, na wunderbar.
Ich bin ja erst 60!
Herr Pilsl, ich möchte mich heute mit Ihnen ganz einfach mal über das Thema Network Marketing unterhalten und speziell in dem Bereich über das Thema „Menschenspezialist“. Da geben Sie ja nun mehr oder weniger auch über Ihre Seminare verschiedene Ideen weiter an Ihre Seminarteilnehmer und für mich stellt sich eigentlich als erstes die Frage „Warum ist es denn wirklich als Networker, wenn man in der Branche, in der Network-Marketing-Industrie Fuß fassen will, wirklich von entscheidender Bedeutung einfach ein Menschenspezialist, ein Menschenkenner, ein Menschenversteher zu sein?
Das ist ganz einfach. Auf dieser Welt geht’s nicht um Geld, auf dieser Welt geht’s um Menschen und ihre Träume, ihre Visionen, ihre Ziele und das, was in den Herzen der Menschen so brennt, die Talente die sie bekommen haben. Und wenn einer die Fähigkeit hat, sich in Menschen zu investieren, anstatt sie zu benutzen für egoistische Ziele, sich ganz einfach zu investieren in die Träume, Visionen und Ziele anderer Menschen, dann wird er automatisch hoch attraktiv sein für diese Menschen und gewaltige Anziehungskraft haben. Es geht einfach um Menschen auf dieser Welt und das Geld läuft denen nach, die das verstanden haben.
Ja, genauso ist es – ich sehe das genauso. Ich habe da eigentlich einen Leitsatz, auch in meinem persönlichen Leben, der mich wirklich seit Jahren begleitet: Was du gibst ist was du bekommst. Das heißt, alles was wir letzten Endes in dieses Universum an Energie rausschicken, das kommt zu uns in jeglicher Form wieder zurück – egal ob Hass, Wut, egal ob es Liebe ist – es kommt wieder zu uns zurück.
Es heißt ja nicht umsonst, das Gesetz von Saat und Ernte wird nicht vergehen, so lange die Erde besteht. Was der Mensch sät, das wird er ernten und er bestimmt sogar das ...... dafür, er bestimmt die Art des Samenkorns und dieses Gesetz von Saat und Ernte lässt sich überhaupt nicht betrügen. Wenn jemand Liebe sät, wird er Liebe ernten, wenn jemand Hass sät, wird er Hass ernten, Wenn jemand sein Talente sät für Problemlösungen in andere Menschen, dann wird er entsprechende Gegenleistung dafür bekommen. Also, es ist absolut unbestechlich, nur die meisten Menschen haben keine Ahnung davon, sie laufen dem Geld nach und wundern sich, dass es immer schwieriger wird, Geld zu erwischen. Geld kann schneller laufen als der Mensch. Und wenn Geld schneller laufen kann als ich, bin ich ständig im Stress.
Ja, und drum steht auch geschrieben, dass viele Leute im Schweiße ihres Angesichts ihr Brot verdienen müssen. Aber wenn ich die ganze Sache umdrehe und einfach umdenke und mir immer wieder die Frage stelle: Was haben andere Menschen davon, dass es mich gibt mit meinen Talenten, meinen Fähigkeiten, wie kann ich ein Segen sein für andere Menschen, wie kann ich mich in andere Menschen investieren, dann werde ich immer attraktiver für andere Menschen und Attraktivität bringt automatisch Anziehungskraft, Anziehungskraft bringt die Nachfrage, bringt die Stückzahl und die Dinge kommen auf dich zu. Es ist so einfach und so logisch, nur die meisten Menschen wissen das nicht.
In der Schule haben sie uns das nicht gesagt.
Ja, genau das ist das Problem und ich sehe halt auch gerade in dieser Branche das Problem, dass wirklich viele Menschen dem Geld hinterher rennen. Natürlich werden vielleicht einige Hörer am Telefon jetzt sagen, hahaha der hat ja gut reden, der wird sicherlich das Geld verdienen, ja. Ich muss jeden Monat zusehen, wie ich meine Rechnungen begleiche, wie ich meine Miete bezahle, wie ich die Rate für meinen Golf bezahle etc. all die Dinge, der hat ja gut lachen, der kann ja wunderbare Dinge erzählen, aber bei mir ist das ja natürlich alles ganz, ganz anders.
Herr Düring, in dieser Situation war ich auch oft in meinem Leben. Ich bin ja nicht reich aufgewachsen, ich bin ja sehr ärmlich aufgewachsen. Mein Vater war Totengräber, also ein großer Mann, hatte Tausende Leute unter sich, aber man konnte davon nicht einmal leben und da haben wir noch ein paar Kühe daheim gehabt, damit wir was zum Essen haben, wenn jemand stirbt.
Wir mussten auch von Null beginnen und ich habe auch mal großen Konkurs gebaut mit 2 Mitarbeitern – und wieder alles verloren und wieder neu begonnen. Und ich habe so viele Situationen in meinem Leben erlebt, wo ich nicht wusste, wie ich zum nächsten Ersten die Rechnungen bezahlen soll. Ich habe immer wieder gelernt, mich auf das zu konzentrieren, wo meine Talente liegen, einfach das getan, mich mit Menschen beschäftigt, auf Menschen zugegangen und bin gewachsen und gewachsen und da kommt man automatisch in eine Situation, wo es einem auch mal besser geht, wo man ein bissel mehr hat als man braucht.
Es ist ja so, gerade Network Marketing ist ja wirklich dieses Gesetz, was sich weggebe, was ich in meiner Organisation, in meine Teampartner hinein gebe, das werde ich letzten Endes auch ernten. Das ist für mich das absolut faszinierendste überhaupt an dieser Industrie. Wir leben heute wirklich in einer absoluten Ellenbogengesellschaft. Ja, also viele haben einfach dieses Denken im Kopf – mach Platz, ich bin der nächste und diese Gesetzmäßigkeit funktioniert halt im Network Marketing nicht. Das heißt also, wenn ich meine Berater einfach nur als Geldquelle betrachte, als Mittel zum Zweck, dass ich auf denen rumreite und die sollen mich nun reich machen oder mir Geld bringen oder den gewünschten Geldsegen, dann wird das niemals funktionieren, weil die Menschen werden sich von mir abwenden und werden sich nach anderen Möglichkeiten umschauen. Wenn ich jedoch Menschen in meiner Organisation ganz einfach begreife als Menschen, die etwas in ihrem Leben verändern wollen, denen ich eine Chance in die Hand gebe, denen ich wirklich durch dieses System Network Marketing zu riesigen Veränderungen im Leben verhelfen kann, dann werden diese Menschen es aufgreifen und werden es letzten Endes auch mit mir mittragen und werden diese ganze Idee des Network Marketing auch mit mir in meiner Organisation leben.
Genau, ich hab zwei Möglichkeiten: Ich kann Menschen benutzen für meine egoistischen Ziele, dann wird’s aber immer schwieriger oder ich kann mich in andere Menschen investieren für eine gemeinsame größere Vision und wirklich bereit sein, mich hinzugeben, um anderen Menschen zu helfen, ihren Weg gehen zu können, dann wird’s für mich immer einfacher. Ich bin auch Gründer der größten österreichischen Baumarktforschung und die haben wir 1986 verkauft über Bertelsmann und sind dann 1986 nach Amerika übersiedelt und hab mir einfach die Frage gestellt, was kann der deutsche mittelständige Unternehmer vom amerikanischen mittelständigen Unternehmer lernen. Und eines der aller ersten Dinge, was ich drüben erlebt hab, war1987/1988, da hat mich jemand eingeladen zu einer solchen Veranstaltung einer Network Marketing–Firma. Ich hatte keine Ahnung.
Was war Ihre erste Berührung mit Network Marketing?
Das war 1987/88 und ich hatte keine Ahnung, dass es so etwas gibt, obwohl ich schon 20 Jahre selbständig war. Ja, und mich hat das fasziniert dieses Gedankengut und man soll mich innerhalb von 6-7 Jahren in über 20 verschiedene Firmen einschreiben lassen, so bis Mitte der 90er Jahre, nur um herauszufinden, wie funktioniert das wirklich. Welche Firmen kommen vorwärts und welche Firmen brechen wieder zusammen. Das es immer wieder viele Firmen gibt, die zusammen brechen und da gibt’s einen Grund dafür.
Und welches ist der Grund?
Der Grund liegt darin, wenn Menschen benutzt werden. Es liegt nicht immer in den Produkten etc, es liegt sehr häufig im Umgang mit Menschen. Und wenn Menschen benutzt werden, ist nur eine Frage der Zeit bis man keinen mehr findet, der sich benutzen lässt. Daher habe ich dann gelernt in den letzten 20 Jahren, wann Network Marketing wirklich funktioniert. Und es funktioniert immer dann, wenn es eine Vision gibt, die auf den Menschen ausgerichtet ist, auf das persönliche Wachstum von Menschen, auf die Träume und Ziele des einzelnen, auf seine Talente und Fähigkeiten und wenn Menschen geholfen wird, dass sie wirklich
Aufblühen können und Menschen, die aufblühen, können Frucht bringen und wenn die Frucht entsprechend sichtbar wird, dann sind die Menschen attraktiv und dann kommen immer neue Menschen dazu. Also ich hab wirklich in den letzten 20 Jahren mich intensiv mit dem Thema Network Marketing beschäftigt. Eben auf Grund dieser Sicht kann ich als Unternehmer am meisten dieses Saat- und Ernte-Konzept
Investment im Menschen leben. Und da ich traditioneller Unternehmer bin, seit 42 Jahren jetzt, war natürlich für mich immer die Frage, lässt sich dieses Denken, dieses Investment-Denken im Menschen, im Mitarbeiter überhaupt in eine traditionelle Wirtschaft umsetzen. Und dann bin drauf gekommen, dass diese Network-Wirtschaft, wenn sie richtig gemacht wird, alle Voraussetzungen bietet, um dies umzusetzen.
In der traditionellen Wirtschaft ist es so, dass der Firmenchef sehr häufig gar nicht will, dass die Mitarbeiter gescheiter und besser werden als er.
Ja, genau!
Er will sich keinen Konkurrenten züchten. In der Network-Wirtschaft ist es genau umgekehrt. Der Networker freut sich, wenn seine Downline stärker und besser wird als er. Wenn die Menschen, in die er investiert, aufblühen und besser und erfolgreicher werden als er, weil der Marketing-Plan dafür sorgt, dass sich das ...
Das ist so gewaltig. Man kann mit der Network-Wirtschaft, wenn man es verstanden hat, wirklichen einen immensen Segen bieten für viele, viele Menschen, wenn man weiß, dass der, der gibt, immer mehr empfängt. Die Ernte ist immer größer als das Samenkorn und das gilt im negativen wie im positiven. Wir konzentrieren uns aufs positive.
Genauso ist es, die Gesetze gelten im negativen genauso wie im positiven. Das ist ganz klar. Ja, was würden Sie denn jemanden, der startet , für einen Tipp geben, auf was er sich wirklich
fokusieren sollte, was er wirklich tun sollte, mit was er sich beschäftigen sollte?
Grundsätzlich muss er das Unternehmen kennen, für das er arbeitet. Er muss wissen, was ist der Marketing-Plan und was sind die Produkte. Er muss wissen, was ist es, was er den Leuten wirklich bringt. Er muss wissen, dass er etwas bringt. Wenn er jemanden sponsert im Network Marketing, dann tut ihm nicht der Gesponserte einen Gefallen, dass er sich sponsern lässt, sondern der Networker tut den Menschen, der sponsert, einen Gefallen, weil er sich in diesen Menschen investiert. Das ist eine ganz andere Sicht. Wenn man auf jemanden zugeht und man kann ihm helfen, dass andere Menschen ihre Ziele erreichen; ich bin ein Bringer und nicht ein Nehmer, dann hat das eine entsprechende Multiplikation, aber alles beginnt bei sich selbst.
Für mich heißt verkaufen, nicht am Kunden herum zu doktern, solange bis man ihn soweit hat, bis er rechts unterschreibt. Für mich heißt verkaufen, an mir zu arbeiten, an meiner Persönlichkeit, an meiner Ausstrahlung, meiner Attraktivität, damit die Menschen, die mir begegnen, wirklich ein gewaltiges Erlebnis haben.
Klasse, dass ist so geil ausgedrückt, das muss ich einfach jetzt mal so sagen.
Wir müssen vom Kundennutzen zum Kundenerlebnis kommen. Was erleben andere Menschen, wenn sie mir begegnen. Sind sie nach der Begegnung stärker oder schwächer, sind sie nach der Begegnung reicher oder ärmer. Sind sie, nachdem Sie mir begegnet sind, mit mehr Hoffnung ausgestattet für die Zukunft oder habe ich ihnen die letzte Hoffnung genommen. Ist das Leben anderer Menschen, weil sie mir begegnet sind, einfacher geworden oder komplizierter. Davon hängt es ab, ob sie mir wieder begegnen möchten oder nicht. Wenn sie mir wieder begegnen möchten, kommen sie immer wieder und nehmen neue Menschen mit. Empfehlungs-Marketing beginnt zu laufen, die Zukunft ist gesichert. Wollen sie mir aber nicht mehr begegnen, weil das Erlebnis nicht gut ist, dann machen sie einen Bogen um mich herum und dann brauch ich wieder eine richtige Vertriebsabteilung, wo ich den Menschen nur aufs Auge drücken muss, weil keiner meine Nähe freiwillig sucht. Es ist so einfach, ich brauch nur bei mir beginnen. Bei mir, bei meiner Persönlichkeitsentwicklung; je attraktiver ich werde, je mehr andere Menschen davon was haben, dass es mich gibt, um so attraktiver bin ich für andere Leute. Je attraktiver, um so mehr Anziehungskraft, je mehr Anziehungskraft, um so größer ist die Nachfrage, die Stückzahl und alles andere kommt auf mich zu und wenn die Kunden beginnen, mir nachzulaufen, dann läuft mir das Geld nach. Es gibt nur eine Gruppe von Menschen, die Geld bringt, dass man nicht zurückzahlen muss und das ist nicht der Bänker. Der Bänker gibt dir das Geld, wenn du es wahrscheinlich gar nicht brauchst und du ihm bewiesen hast, dass du es nicht brauchst und er will es wiederhaben, wenn du es nicht mehr hast.
Das ist nicht besonders lustig. Es gibt nur eine Gruppe von Menschen, die meine Nähe sucht und mir Geld bringt und ich brauch es nicht zurückzahlen und das ist der begeisterte Kunde. Daher muss ich mich auf mich konzentrieren, damit ich für andere Menschen hochattraktiv bin, ein Problemlöser und kein Problememacher, einer der Menschen inspiriert und begeistert und ihnen nicht die letzte Power noch wegnimmt und sie frustriert zurücklässt. Das Gesetz der Saat und Ernte bewirkt Automatismus, es sorgt automatisch dafür, dass die Ernte größer ist, dass die Menschen immer mehr werden, die meine Nähe suchen und der Marketing-Plan sorgt dafür, dass sich das auch auf dem Bankkonto amortisiert.
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